Die Wettkämpfe in Vancouver
Mittwoch, März 10th, 2010Montag 15.03.2010
Nach drei Spielen sind zwei Siege eingefahren! Unser zweites Spiel gegen USA lief sehr gut bis auf meinen letzten Stein im 8 End. Der Spielstand zu diesem Zeitpunkt war 5:5. Wir hielten das Haus im Letzten End sauberda wir den letzten Stein hatten. Augusto Perez (Skip USA) legten einen Stein ins Haus, der eigentlich nur entfernt werden hätten müsste. Mein Take- Out war etwas zu langsam gespielt und weil die Steine sehr aggresiv greifen, zog er nach außen weg und verfehlte knapp den gegenerischen Stein. Wir hatten die in der Tasche…aber so ist Curling.
Das dritte Spiel gegen Japan:
Dieses Spiel war sehr Druckvoll aufgebaut und wir ließen den Japanern nicht viel Chancen ins Spiel zu kommen. Nach dem 3 End stand es bereits 7:0 für uns. Wir machten weiter Druck und konnten das Spiel sicher mit 12:4 gewinnen.
Stimmung ist gut. Heute wartet die Schweiz auf uns!
Samstag: 13.03.2010
Hallo nach Deutschland! Nun wieder ein paar Zeilen aus Vancouver. Unser Besuch im Aquarium war ein tolles Erlebnis. Hier gibt es Beluga -Wale, riesige Amazonasfische und und und. Ist absolut einen Besuch Wert. Wieter ging es dann in ein historisches Fischerdörfchen nach Stevensen. Hier verbrachten wir einen ausgelassenen Nachmittag mit Seele baummeln lassen, gutes Essen und einen wunderbaren Blick auf den Pazifik. Soweit zu unserem freien Tag.
Ansonsten gab es natürlich unsere tägliche Trainingseinheit und allerlei Begegnungen im Olympischen Dorf.
Gestern war die Eröffnungfeier der paralympischen Spiele und ich kann hier nur sagen…Überwältigend!! es jagt mir jetzt noch einen Schauer über den Rücken wenn ich an den Einmarsch des Deutschen Teams denke. 60 000 Leute und eine Wahsinns Atmosphäre. Sollte irgend jemand die Live Übertragung verpasst haben, hoffe ich dass diejenigen noch die Zusammenfassung sehem können. ABSOLUT GIGANTISCH und ein Erlebnis, das ich (Wir) nie mehr vergessen werde(n).
Das erste Spiel:
Unser erstes Spiel war gegen die Auswahl aus Norwegen. Wir hatten im ersten End den letzten Stein. Dieses End ging an die Norweger. Das zweite konnten wir für uns verbuchen. Im dritten End konnten die Norweger zwei Steine schreiben und im vierten End mussten wir nochmal einen Stein abgeben. Nach der Pause konnten wir den mit drei Steinen ausgleichen. Die Norweger konterten jedoch im sechsten End und zogen mit zwei Steinen auf 6:4 davon. Im siebten End machten wir Druck und schrieben 6 Steine. Mit einem Spielstand von 10:6 für uns ging es dann ins letzte End. Hier spielten wir ein sauberes Clearing und wir gingen als Sieger aus unserem ersten Spiel.
Wir bekommen im Moment sehr viel Unterstützung aus Deutschland. Sei es durchs Telefon, SMS, E-Mails und Einträge ins Gästebuch. Allen sei an dieser Stelle ein herzliches DANKESCHÖN gesagt.
Morgen geht es gegen die USA…mal schauen hat der Franzl gesagt.
Mittwoch: 10.03.2010
So nun sind wir online! Nachdem wir eine paar technische Hürden überwunden haben, klappt es nun auch mit dem Internet.
Nun zum Tagebuch:
Nach einem relativ entspannten Flug ohne irgendetwas Nennenswertes sind wir bei strahlendem und frühlingshaften Wetter in Vancouver angekommen. Hier wurden die Akkreditierungen gültig gemacht und wir wurden offiziell erfasst. Ein Delegationsleiter vom deutschen Paralympic- Team nahm uns in Empfang und brachte uns ins Olympische Dorf. Überrascht waren wir über das hohe Sicherheitsaufgebot beim Olympischen Dorf. Es sind die gleichen Sicherheitszonen wie auf den Airports. Man wird von oben bis unten komplett abgecheckt. Das Gepäck wird durchleutet. Kommt man z.B.mit dem Teambus vom Training, wird dieser durch eine Schleuse gefahren, wo der Bus von oben bis unten durchsucht wird. Mit Spiegeln wird der Unterboden beleuchtet usw. Unser Olympischen Dorf ist direkt in Vancouver und auf der einen Seite komplett mit Wasser umgeben (Hafen). Hier patrollieren rund um die Uhr Boote der Sicherheitscrew mit Unterwasserkameras, so dass es auf diesem Wege auch keine Chance gibt ins Dorf zu gelangen. Was die Sicherheit angeht bist Du hier in guten Händen.
Unsere Unterkünfte sind nach anfänglichen Schwierigkeiten nun so, dass wir sehr gut darin wohnen können. Die Verantwortlichen sind stets bemüht einem jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Unsere “Residenz” ist im 9 ten Stock und wir haben einen Wahnsinnsblick über die Skyline von Vancouver City.
Das Olympische Dorf selber ist gigantisch und es ist sehr angenehm sich hier aufzuhalten. Von Freizeitangeboten über den gemütlichen Spaziergang am Abend kann man hier gut leben.
Die ersten Trainingseinheiten haben wir schon abgehalten. In unserem altbekannten Royalcity Curling Club sind wir pro Tag ca. 4 Stunden auf dem Eis und bereiten uns vor auf die Wettkämpfe.
Gestern wurde das deutsche Team in Whistler offiziell begrüßt. Zu diesem Anlass sind wir durch eine faszinierende Natur nach Whistler gefahren. Wir sind 22. Athleten und 23 Begleiter.
Heute am 10.03 werden wir einen Tagesausflug machen. Das große Aquarium von Vancouver steht auf dem Plan. Mehr gibt es heute Abend!